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M’Era Luna 2016 im Rückblick

M’Era Luna 2016 im Rückblick
Grafik: Logo M'Era Luna 2016

Am 13. und 14. August waren wir endlich einmal wieder auf dem M’Era Luna-Festival in Hildesheim. Zuletzt war ich 2006 und 2007 dort, danach dann erstmal auf dem Amphi in Köln.

Seit meinem letzten Festivalbesuch haben sich einige Dinge geändert bzw. sind neu hinzugekommen (ab wann genau weiß ich aber auch nicht), einige sind geblieben und andere werden sich wohl nie ändern – aber der Reihe nach:

Neu für uns waren die großen Videoleinwände neben Hauptbühne und vor dem Hangar: Vor allem auf letzterer konnte man das jeweils im Hangar stattfindende Konzert schön mitverfolgen, teils besser als im Hangar selbst, denn der Sound war draußen zum Teil sogar besser als im Hangar.

Womit ich im Grunde schon bei den Dingen bin, die sich wohl nie ändern werden: Der Sound im Hangar war noch nie so wirklich prall, was bei einigen Bands aber nicht weiter auffällt, bei anderen aber deutlich zu hören war, zumal man nun den Sound im mit dem vor dem Hangar vergleichen konnte.

Nun aber zur schönsten Nebensache auf dem Festival: Der Musik bzw. den Bands. Besonders gefreut hatten wir uns über die Timetable, denn die war wirklich sehr schön zusammengestellt, so dass sich die Auftritte der uns besonders interessierenden Bands kaum oder gar nicht überschritten.

Samstag, 13.08.2016

Am Samstag ging es für uns im Hangar mit Cassandra Complex los, da wir erst am späten Vormittag anreisen konnten. War toll, die endlich einmal live zu erleben.

Oomph! auf der Hauptbühne gaben wir uns dann eher im Vorbeilaufen bzw. als Soundtrack zum Essen. Das übrigens war ganz hervorragend und auch als Veganer ist man zumindest auf dem M’Era nicht mehr auf die Verlegenheits-Pommes-mit-Ketchup angewiesen, sondern es gab eine tolle Auswahl veganer Gerichte.

Erster Höhepunkt am Samstag waren für uns dann Diary of Dreams auf der Hauptbühne, im Anschluss ging es dann sofort wieder in den Hangar zu Diorama, die ebenfalls mit einem tollen Auftritt (bei erfreulich gutem Sound – und das im Hangar, hört, hört…) überzeugten.

Dem Hangar blieben wir dann erstmal treu, denn im Anschluss spielten [:SITD:], deren Auftritt wir aber vor dem Hangar via Videoleinwand verfolgen mussten, da der Hangar bei unserer Ankunft schon zu voll war. War aber kein Problem, denn der Sound war draußen sicher nicht schlechter als im Hangar.

Zum Auftritt der Krupps konnten wir rechtzeitig (vermeintlich) gute Plätze im Hangar ergattern – stattdessen war der Sound erstaunlich schlecht: Die Gitarren dominierten meines Erachtens zu sehr und der ansonsten starke Gesang von Jürgen Engler war teils kaum, jedenfalls nicht gut zu hören. Daher verließen wir den Hangar wieder und hörten uns den Rest draußen an – und tatsächlich war der Sound erneut besser, der Gesang Englers nun gut zu verstehen – und sein Spiel auf dem Stahlophon konnten wir draußen auch besser sehen.

Im Anschluss gingen wir wieder zur Hauptbühne, denn dort hatte inzwischen der Auftritt von VNV Nation begonnen, zu dem bzw. denen man nicht mehr viel sagen muss: Ronan Harris ist und bleibt ein großartiger Entertainer und als er das Publikum beim Song Nova (Shine your light on me) dazu aufforderte, die Handy-Taschenlampen bzw. Flashlights einzuschalten, dürfte das eines der schönsten Bilder des ganzen Festivals ergeben haben (der Auftritt wurde übrigens auch live vom NDR gestreamt und war dementsprechend im Fernsehen mitzuverfolgen). Einzig der Sound vor der Hauptbühne war zuweilen arg (sub-)basslastig, so dass wir uns irgendwann einen anderen Standort suchen mussten. Das haben wir aber nicht nur beim Auftritt von VNV Nation so empfunden, sondern auch bei anderen Bands – schien also ein generelles Problem gewesen zu sein – oder soll das inzwischen so?!

Zu Hocico mussten wir erneut in oder zumindest vor den Hangar – war aus o. g. Gründen auch besser so. Zumal wir zumindest in den ersten Reihen glatt platt gemacht worden wären, denn da ging echt der Pogo ab. Nun ja, wer’s braucht…

Das Ende habe ich mir dann nicht mehr gegeben (Aggro-Tech oder wie man das nun nennt ist nicht ganz so mein Ding), sondern bin pünktlich zum Auftritt der Headliner – The Sisters of Mercy – wieder zurück zur Hauptbühne. Erneut war der Sound nicht so wirklich prickelnd, die Gitarren zu dominant, der ansonsten starke Gesang zuweilen seltsam (ungewollt?) verzerrt usw. Böse Zungen behaupten, schlechter Sound gehöre zu den Sisters, allerdings kann ich das nicht bestätigen: Ihren Auftritt beim Amphi, auf dem ich sie zuletzt live sah, habe ich sehr gut in Erinnerung, da war nichts von Soundproblemen (wie hier) zu bemerken.

Sonntag, 14.08.2016

Den Sonntag ließen wir entspannt angehen: Ursprünglich wollten wir mit Rabia Sorda beginnen, haben die dann aber doch verpasst, weil wir für die Anfahrt bzw. den Hinweg doch länger als gedacht benötigten (was übrigens den Weg auf dem Gelände zum Parkplatz und dann vom Parkplatz zum Hangar meint…).

Egal: Wir wollten ohnehin erstmal in Ruhe bummeln und shoppen und haben alle Bands bis zum Auftritt von Combichrist auf der Hauptbühne eher im Vorbeilaufen mitgenommen. Das war übrigens kein Problem: Die Musik von der Mainstage hörte man noch bis sonstwohin recht deutlich. Combichrist gab es dann zum Mittagessen – wobei auch hier der Sound eher negativ auffiel, was diesmal aber an der Band gelegen haben mag, die ihre Gitarren gefühlt etwas zu sehr in den Vordergrund rückten. Kann man mögen – mein Ding ist das zumindest im Fall von Combichrist eher nicht.

Mein persönliches Highlight am Sonntag waren dann mit Abstand S.P.O.C.K: Die alten Schweden haben einmal mehr eine mitreißende Show abgeliefert und ersichtlich nichts von ihrer Spielfreude verloren. Ganz großes Kino und für uns ein würdiger Abschluss des Festivals, da wir uns im Anschluss so langsam auf die Heimreise machten.

Alles in allem wieder ein tolles Festival mit vielen Highlights, einem tollen Rahmenprogramm (Modenschau, Händler, veganes Essen uvm.) und nicht zuletzt großartiger Musik.

Logische Schlussfolgerung: Bis zum nächsten M’Era lassen wir bestimmt nicht noch einmal neun Jahre vergehen!

So – und da ich mit diesem Text ziemlich getrödelt habe, konnten in der Zwischenzeit all die fleißigen Fotografinnen und Fotografen ihre feinen Fotos entwickeln und hochladen (selbst habe ich nicht fotografiert) – hier eine Auswahl:

Fotos

Das M’era Luna 2016 in den Medien

[Fotos und Berichte werde ich nach und nach zusammentragen und ergänzen.]

Bildnachweis: Foto S.P.O.C.K von Robin Schmiedebach

Über den Autor

Christian Behrens

leidenschaftlicher Hobby-Fotograf, Musikhörer, Soundfrickler und Videoschrauber

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